Menü +

VEMB – Konzept

Konzept zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist im Grundschulverbund Möhnesee in allen vier Schuljahren ein fester Bestandteil des Unterrichts. Sie umfasst folgende Aspekte:

  • Sicherheitserziehung
  • soziales Lernen
  • Gesundheitserziehung
  • Umwelterziehung

Neben den verbindlichen Kompetenzerwartungen der Lehrpläne des Sachunterrichts und des Sportunterrichts werden zudem noch verschiedene Unterrichtseinheiten durchgeführt.

Radfahrausbildung

Das Radfahrtraining in Klasse 4 bereitet die Kinder auf neue, teils gefährliche Verkehrssituationen vor. Mit ihren Rädern sind sie oft auf Wegen unterwegs, die den Kindern entsprechende Verhaltensregeln abverlangen. Im geschützten Raum des Trainings erlernen die Viertklässler Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihnen helfen, sich zu souveränen Teilnehmern des Straßenverkehrs zu entwickeln. Durch das Radfahren erweitern die Schülerinnen und Schüler aber auch ihre Erlebniswelt und dürfen mit dem Bestehen der Radfahrausbildung anschließend auch mit dem Rad zur Schule kommen.

Der Verkehrsberater der Kreispolizeibehörde Soest unterstützt die Lehrerinnen und Lehrer bei der Vermittlung des richtigen Verhaltens auf dem Zweirad und macht mit den Klassen viele praktische Übungen auf der Straße. Auch die Verkehrswacht, die die Lernzielkontrollbögen zur Radfahrausbildung erstellt, ist Ansprechpartner in Verkehrsfragen.

Aktionstag „Zur Fuß zur Schule“

Der Verkehrsclub Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk rufen jedes Jahr im September beim Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ zu mehr Bewegung auf. Auch der Grundschulverbund Möhnesee beteiligt sich an diesem Tag mit mehreren Aktionen.

Hintergrund dieses Aktionstages ist, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit „Elterntaxis“ bis vor den Schuleingang bringen und damit ein Verkehrschaos mit gravierenden Sicherheitslücken für die zu Fuß kommenden Kindern verursachen. Mit dem Tag soll vermittelt werden, dass Eltern und Schüler sehr viel für sich und die Umwelt tun können, wenn die Kinder zu Fuß zur Schule gehen. Es macht den Kindern Spaß, den Schulweg gemeinsam mit ihren Klassenkameraden zu bewältigen. Zudem werden die Selbstständigkeit und auch die Konzentration für den Unterricht gefördert.

Schulwegepläne für jeden Standort

Eine gute Unterstützung für Eltern sind Schulwegepläne, da diese besonders gefährliche Stellen im Straßenverkehr zeigen und Empfehlungen geben, welche Wege gewählt und von den Eltern mit den Kindern geübt werden sollten.

Anhand von Beobachtungen und Erfahrungen wurden Gefahrenstellen nun bereits ermittelt. In Kürze wird ein Schulwegeplan für jeden Standort herausgegeben, der diese Gefahrenpunkte berücksichtigt. Diese Schulwegepläne stellen auch die Grundlage für die Verkehrserziehung im Unterricht dar. Eingefügte Kartenausschnitte zeigen dann die vorgeschlagenen Wege zur Schule bzw. dem jeweiligen Standort.

Tipps für Eltern als Vorbereitung auf den Schulstart:

– Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Üben Sie bitte mit dem Kind seinen persönlichen und sichersten Schulweg ein!

– Eltern sind die besten Vorbilder. Verhalten Sie sich selbst immer korrekt!

– Besprechen Sie alle Gefahrenquellen auf dem Weg!

– Überqueren Sie die Straße immer rechtwinklig!

– Stoppen Sie an der Bordsteinkante! Die deutliche Pause ist dort wichtig. Blicken Sie betont nach links, nach rechts, wieder nach links!

– Machen Sie das richtige Verhalten immer deutlich vor! Erklären Sie, wann Sie was tun und warum Sie es tun!

– Vermeiden Sie den toten Winkel! Üben Sie anhand eines stehenden PKW, was der „Tote Winkel“ istund wie man diesen Gefahrenbereich vermeidet.

-Tauschen Sie die Rollen und lassen Sie sich von dem Kind führen, in Teilstücken oder den gesamten Schulweg. Wenn das Kind bereits den Schulweg geübt hat, können Sie es auch allein gehen lassen und in einem kleinen Abstand folgen. Anschließend besprechen Sie, an welchen Stellen noch Übungsbedarf besteht. Diese Stellen sollten noch einmal geübt werden.

– Begleiten Sie Ihr Kind so lange, wie notwendig!

– Überprüfen Sie, ob Ihr Kind den empfohlenen Weg geht, auch wenn es mit Schulkameraden unterwegs ist!

– Schicken Sie Ihr Kind früh genug aus dem Haus, um Zeitdruck und Stress zu vermeiden!

 

Stichwort Elterntaxi:

Nach jüngsten Umfragen fahren 20 Prozent der Eltern ihre Kinder zur Schule.

Dabei gibt es einiges, das gegen das “Elterntaxi” spricht:

  • Stichwort Gesundheit

Kinder, die zur Schule gefahren werden, sind deutlich müder, passiver und nehmen weniger am Unterricht teil als jene, die schon zwanzig Minuten durch die frische Luft gelaufen sind.

  • Stichwort Freunde

Kindern geht im Elterntaxi viel Kontakt mit Mitschülern verloren. Kinder kommunizieren miteinander, erzählen Geschichten, tauschen sich aus, haben Geheimnisse. Und das ist wichtig. Sie machen auch Entdeckungen, gehen vielleicht mal einen Umweg oder zum Kiosk.

  • Stichwort Entwicklung

Kinder, die meist von ihren Eltern gefahren werden, sind im Verkehr unsicherer. Sie bilden im Straßenverkehr einen schlechteren Orientierungssinn aus.

  • Stichwort Selbstwertgefühl

Eltern, die ihre Kinder fahren, senden damit die unterschwellige Botschaft aus, dass sie es den Kindern nicht zutrauen, allein zur Schule zu gehen. Kinder, die allein zur Schule gehen, haben auch deshalb ein höheres Selbstwertgefühl.

  • Stichwort Sicherheit

Es verunglücken auf dem Weg zur Schule deutlich mehr Kinder im Auto der Eltern als Kinder auf dem Schulweg. Durch die Verkehrsdichte vor den Schulen, durch die Hektik, ist es für Kinder deutlich gefährlicher als auf dem Schulweg. Das hat die Deutsche Verkehrswacht in Zahlen belegt.

  • Stichwort Gefahren

Kinder müssen irgendwann auch ein Bewusstsein für Gefahren entwickeln, damit sie später auch zu mündigen Verkehrsteilnehmern werden. Das geht nur auf dem Rad oder zu Fuß.

Top